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Nintendo in der Krise – schlechte Wii U Verkaufszahlen, Mario soll retten

Aktuelle News zu Spielekonsolen und Spielehersteller

Der Spielehersteller Nintendo will mit neuer Hardware und Spiel-Figuren aus der Nintendo-Welt dem sinkenden Umsatz entgegenwirken

In Tokio hat der aktuelle Präsident von Nintendo „Satoru Iwata“ die Strategie für die nächsten Jahre vorgestellt. Die Spielekonsole Nintendo Wii U verkauft sich schlechter als erwartet, der Firmenchef steht unter Druck und muss neue Konzepte vorlegen, die schnell umgesetzt werden müssen, um den Konzern nicht in die Bredouille zu bringen. Im vergangenen Gesschäftsjahr von Nintendo, das am 31. März 2014 beendet wurde (sprich: 31.03.2013 bis 31.03.2014), stand ein Verlust von 164,4 Millionen Euro zu Buche. Die Nintendo Wii U Spielekonsole wurde in dem Geschäftsjahr 2.72 Millionen Mal verkauft, Spiele für die Konsole 18.86 Millionen Mal. Die Konkurrenz (Microsoft / Sony) hat wesentlich bessere Verkaufszahlen, Nintendo muss ordentlich nachlegen.

Das Zukunftskonzept von Satoru Iwata sieht wie folgt aus: das Traditions-Unternehmen setzt auf die aufgebauten Emotionen zu den Spielefiguren – Mario, Luigi, Joschi und viele weitere Nintendo-Charaktere sollen als Figuren im Handel verkauft werden und ein Innenleben haben, sodass Sie mit der Wii U interaktiv agieren können. Fans der Helden sollen so angeregt werden, mehr Geld auszugeben, die Anzahl der Spiele-Charaktere soll in Zukunft wachsen. Das Konzept hat sich der Nintendos Firmenchef wohl bei anderen Anbietern abgeschaut, die sehr erfolgreich sind: so gibt es bei Spielen wie Skylanders und Disney Infinity Anbieter, die Spielefiguren mit integrierten NFC-Chips verkaufen.

Über die NFC-Technologie lassen sich Daten zwischen Sender (der Spielfigur) und der Nintendo Wii U übertragen, dadurch kann man neue Spielefigur ins Spiel integrieren oder bestimmte Figuren im Wii U Spiel nur freischalten, falls der Nutzer eine echte Spielfigur besitzt.

Dass Merchandising funktionieren kann, sieht man auch an Angry Birds, wo es alle möglichen Artikel (Tassen, Plüschtiere, etc.) verkauft und damit ein Vermögen verdient. Ob die Nintendo Spielefiguren eine Relevanz in dem Spiele-Markt hat, wie es vor einigen Jahren noch der Fall war, bleibt abzuwarten.

Ein weiteres Ziel von Nintendo soll sein, neue Hard- und Software komplett selbst zu entwickeln, dabei sollen der Fokus aber auf Spieleeinsteiger und Nutzer mit wenig Einkommen gelegt werden, besonders der chinesische Markt soll fokussiert werden. China hatte die Beschränkung für den Verkauf von Spielekonsolen vor Kurzem aufgehoben. Genaueres zur neuen Konsole hat der Ninteno-Präsident Satoru Iwata nicht verraten, die neue Hardware soll aber nicht mehr in diesem Geschäftsjahr veröffentlicht werden.

Ausgeschlossen wurde übrigens die Entwicklung von Ninteno-Spielen für Smartphones und Tablets, vermutlich will Nintendo Hardware und Software selbst in der Hand haben, die Spiele-Helden bleiben exklusiv auf Nintendo-Spielekonsolen verfügbar. Der Präsident begründet dies mit Zweifeln, ob der reine Spiele-Verkauf nachhaltig Geld einbringt. Dies kann sich als Fehler herausstellen, der Smartphone-Markt ist riesig und Nintendo-Spiele sind immer noch begehrt. Die Spielefiguren könnten auch bei Spielen auf dem Smartphone Erfolg bringen.

Anscheinend will Nintendo die Spielekonsole nicht verlieren – die Hardware ist die Plattform für Spiele und hier will der Konzern immer noch mitmischen. Titel wie Angry Birds zeigen jedoch, dass reiner Spieleverkauf mit dem richtigen Marketing ebenfalls sehr erfolgreich sein kann. Ein Umbruch in Nintendos Strategie ist also nicht zu erwarten, der Präsident Satoru Iwata fokussiert sich auf neue Hardware, sei es eine Spielekonsole oder Spielefiguren – wichtig ist für Konsumenten jedoch das Gesamterlebnis – wenn wichtige Spiele auf der Konsole fehlen, dann bleiben auch die Verkäufe aus.


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